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8. April 2017

Gott oder Geld ? Auweia

"Gott oder Geld" wäre ethisch armselige Alternative - und ist es obendrein oft nicht, wie der Autor im späteren Text erkennt.

 Nein, der Glaube ist längst nicht für jeden Menschen Gutes, denn ich verlor als Kind den Glauben, weil mir unvereinbar mit meinem Gewissen wurde, einen Gott anzubeten für all das, was er in seiner Allmacht an Leid zulässt.
Und davon lässt sich längst nicht immer alles auf böse Menschen abschieben.

 Auch so Sachen wie Sodom und Gomorra haben mich einfach zu sehr verschreckt, denn so würde ich nicht strafen.

Und einen Jesus ans Kreuz, der so viel Vernünftiges gesagt haben soll - auch das schien mir keine Erlösung von Schuld, sondern Verstrickung in Schuld, wenn ein Unschuldiger zu meiner Sündenvergebung gekreuzigt werden müsste, denn sooo sündig fand ich mich nie.

Nebenbei: Wer für Anfang und Ende keine Erklärung hat, hat für Gott ehrlicherweise ooch keene.

LG

16. April 2016

"Wir" und Extremismus

"Wir" sollten dagegen sein, die Sünden der eigenen "Wir" mit Verweis auf Sünden anderer "Wir" klein zu reden, denn genau das tun ja christliche Extremisten ebenfalls - und überhaupt jeglicher Subjektivismus redet sich seiner Rücksichtslosigkeiten mit der Beteuerung heraus, es müsse sein, um die Rücksichtslosigkeiten des Feindes zu brechen. Das geschieht oft im gepaarten Bewusstsein von einerseits Demut und andererseits Optimismus hinsichtlich exklusiver Sündenvergebung - trotz ähnelnder Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Du hältst mich für uninformiert? Dann wäre zu prüfen mit Fragen. Es gibt immer viel, viel zu lernen & zu verstehen. Manche tun es über den Tellerrand des eigenen "Wir" hinaus und staunen, wie sehr sich die Anklagen, Ausflüchte und Verheißungen gleichen, so sehr sich jede davon für Besonderes hält. Die Archäologie schaut weit und weiter zurück und tiefer in die Epochen, Die Großen Reiche kommen und gehen. Und die Religionen desgleichen.

"Objektives Mitreden" ist mir übrigens trotzdem nicht möglich, so scheint mir. Und beschaue ich mir das Reden von Propheten, so hatten auch sie ihre Mühen.

LG, Markus Rabanus

15. November 2015

Jede Religion ...

Jede Religion hat gute und schlechte Gebote, weil (so denke ich als Atheist) so vieles aus guten oder bösen Köpfen, mal besser, mal schlechter gelaunt, wie es die Tagespolitik der Menschen so oft im Kampf gegen den Menschen zu brauchen glaubt - und es für Politiker praktischer ist, wenn es als "Gotteswort" gilt - nicht hinterfragt werden darf. Und weil so oft schlechte und gute Gebote im Widerspruch zueinander stehen, bleibt dem Gläubigen nichts anderes als die eigene Wahl, welche ihm wichtiger sind & wie er sie für sich interpretiert. Die Feindseligen interessieren sich nur für die schlechten Gebote & wenn man ihnen mit den guten kommt, um ihnen ein bisschen die Feindschaft zu stutzen, dann überkommt sie das Kotzen - und dann schreien sie: "Verrat!", als würden sie nicht fortlaufend Verrat betreiben am Guten. Nun, wir könnten den Feindseligen die Welt überlassen, wenn sie sich bloß gegenseitig erschlügen, aber das tun sie leider nicht, sondern sie führen ihre Kriege so, a) dass sich möglichst die gesamte Menschheit in einander verfeindete Lager teilt, b) dass dem Feind nichts heile bleibt - und weil auf Gegenseitigkeit, dann sieht es halt aus wie in Warschau & Berlin 1945 oder Damaskus 2015. Deshalb verlaufen mir die Fronten anders, eben nicht zwischen den Feindseligen, denn die machen gemeinsame Sache, wie in der Ukraine und in Syrien zu sehen, sondern zwischen den Guten und Schlechten, wenngleich das oft schwer zu unterscheiden ist, aber es macht Sinn, wenn die Guten über alle Ansinnen der Schlechten hinweg zusammen den Schlechten die Grenzen aufzeigen. Das wäre zugleich anderer Krieg, als er üblich ist. Kobane hätte nicht "rückerobert" werden dürfen, wie es durch Bewaffnung einer Bürgerkriegspartei vollkommen abwegig geschah, als würde mir die Polizei, die ich gegen Einbrecher rufe, mir eine Waffe zuwerfen anstatt mich zu verteidigen. Kobane hätte eingekesselt gehört von uns Guten, weil wir uns sonst nicht von den Schlechten unterscheiden. Wir müssen unsere Feinde nicht töten wollen, sondern zur Kapitulation Gelegenheit geben und fragen: "Hallo @Abu-DingsdaBummms, alias Marvin aus Neukölln, was hast du in Kobane zu suchen und Menschen aus ihren Häusern zu vertreiben oder gar zu ermorden?" Und Abu-DingsdaBumms würde vielleicht sagen, dass er es aus religiösen Gründen tun müsse, weil es der rechte Weg sei, denn er durfte in die Neuköllner Disco nach drei Schlägereien nicht mehr hinein. Also dann lesen wir ihm mal andere Suren aus dem Koran vor, die ihm offenbar zu wenig gepredigt wurden: 1.) 'Ihr sollt glauben und gute Werke tun' (25:70). Gott liebt diejenigen, die Gutes tun.' (2:195). 2.) 'Gott verbietet, was schändlich, abscheulich und gewalttätig ist.' (16.90). 3.) 'Wehrt das Böse durch das Gute ab.' (13:22). 4.) 'Richtet auf Erden kein Unheil an.' (2:60). 5.) 'Stiftet Frieden unter den Menschen.' (2:224). 6.) 'Wer vergibt, ruht sicher bei Gott.' (42:40). 7.) 'Bringt Euch nicht selbst ums Leben!' (4:29). (Verbot des Selbstmords). 8.) 'Wenn Ihr einen Menschen tötet, so ist es, als hättet Ihr die ganze Menschheit getötet' (5:32). Tja, mein süßer Abu, dann musst du nun in ein Strafgefangenenlager & wirst fortan nur noch diese Suren zu lesen bekommen, denn offenbar bist du zu dämlich, die anderen Suren so zu verstehen, dass du nicht zum Sünder & Verbrecher wirst.

Wissenschaft und Gewissenhaft

Wissenschaft kostet Geld, wenn sie nicht hungern soll. Wissenschaft braucht Unabhängigkeit, wenn sie nicht missbraucht werden will. Aber ...