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17. April 2017

Wissenschaft und Gewissenhaft

Wissenschaft kostet Geld, wenn sie nicht hungern soll.
Wissenschaft braucht Unabhängigkeit, wenn sie nicht missbraucht werden will.
Aber mitunter will sie missbraucht werden zwecks Geld. Und dann kann es passieren, dass je höher der Preis, desto weniger wert die Studien.
Gute Studien weisen aus, woher die Mittel stammen. Das müsste obligatorisch sein. Auch indirekte Zuwendungen wie Drittmittel an Universitäten, damit die Hemmschwelle höher wird.
Und es müsste rechtens sein, wenn Whistleblower Verstöße petzen, die sie nachweisen können. Denn auch das hilft der Gewissenhaft von Wissenschaft, die ohne Gewissen kein Wissen schafft.

Aktueller Hintergrund: Studien zu Monsanto-Produkten

Anarchist

Ich bin alles andere als Anarchist, weil ich ja sogar für Weltrecht plädier' in einer Weltrepublik, aber GEISTIG sollte man es vermutlich sein.

11. April 2017

Wann ist man(n) alt?

Wenn die Zeit knapp zu werden scheint, alles zu erledigen, was man gern möchte.

Hmm, so mein spontaner Eindruck, obgleich: Dann war ich immer "alt", denn immer zu spät, nie fertig.
Kann nicht stimmen, sonst wäre mir seltener Infantilität vorgeworfen.
Oder doch, denn vieles endet wie angefangen.
Oder sobald man im Umgang mit Strolchen nicht mehr auf Selbstjustiz setzt, sondern auf 110, wie es sich ohnehin gehört.
Oder sobald man sich die Frage ernster stellt: Wer pflegt mich nach der Ehe?

30. März 2017

Diesel-Skandal

@Klaus Klein, der Schaden? Die Dieselfahrer haben zu wenig Kfz-Steuer gezahlt ;-) und die Luft verpestet. So wäre zu überlegen, ob die Fahrradfahrer die Dieselfahrer verklagen sollten. Spaß beiseite: Meines Erachtens deckte die Politik diesen massenweisen Betrug zulasten von Dieselkäufern und Umwelt, denn dass die Abgasmessungen bei Zulassung und Zulassungsverlängerung falsche Werte auswiesen, war lange genug bekannt, bevor es zum Stress in den USA kam. Also wären neben den Konzernherren auch die Politiker zu belangen, insoweit ihnen Betrugskenntnis unterstellt werden darf, denn wer "Aufsicht" hat, soll sich nicht damit rausreden dürfen, die Aufsicht vernachlässigt zu haben. Also zumindest alle Bezüge und Pensionsansprüche "verhaften", die während des Zeitraums vernachlässigter Aufsicht kassiert wurden. Das erschiene mir jedenfalls vordringlicher als die Bestrafung unwissender Kleinaktionäre und Fließbandarbeiter, auf die es mit obiger Klage hinauslaufen würde. +++++++++++++++++++++ Nein, nicht Betrug legalisieren, @Christoph, sondern wirklich mal mit persönlicher Haftung ran die Bezüge der Aufsichtsversager und unmittelbaren Betrüger, denn irgendeiner hat ja die Software gestrickt und hat Vorgesetzte und die staatlichen Aufsichtsbehörden ebenfalls, sonst könnten wir sie uns ja einsparen.

22. März 2017

Kuba-Krise war schlimmer, denn Kontrollverlust

In anderen KubaKrise-Dokus zum Zwischenfall mit dem sowj. U-Boot wurde Kommandant durch untere Ränge gezwungen, seinen Befehl zum Atomwaffeneinsatz zurückzunehmen. So oder so, beide Versionen zeigen, dass Kennedy und Chruschtschow die Kontrolle über die Geschehnisse verloren hatten - und die Menschheit einfach nur Glück. Der Zwischenfall wurde m.W. erst nach Zusammenbruch der Sowjetunion bekannt. Ob es in heutigen Schulbüchern Erwähnung findet? Denn der Unterschied ist riesig, ob Politik dicht an den Abgrund manövriert oder dort eben doch schon die Kontrolle verliert und auf Glück angewiesen ist. Und mein Vermuten: Es ist heute nicht anders. Oder auf welche Weise wäre technisch gewährleistet, dass U-Boote mit Atomwaffen für die Abschreckungsdoktrin vom "Zweitschlag" taugen, wenn jeglicher Funkverkehr nach dem "Erstschlag" ausfällt? Dann haben solche U-Boote den Code dabei. Und jede U-Bootbesatzung die Fähigkeit zum Startschuss in den Overkill.

Zu Alains "Territoriumsverteidigung"

Und wäre diesem Alain sein Geburtsland so unwirtlich wie Nigeria vielen Flüchtlingen, so würde er auf die andere "anthropologische Konstante" switchen, wonach "neuer Lebensraum erobert" werden müsse, "zwecks Selbsterhalt".  Tja, auch solche Strolche sind halt Opportunisten, wie es das Leben überhaupt ist, nur leider lässt sich auf solche Weise keine erquickliche Zukunft schaffen, sondern bloß fortsetzen, was sich in der Menschheitsgeschichte eigentlich längst zu oft in Ruinen verwandelte. Das "Recht des Stärkeren" ist tatsächlich uralt, aber der Kampf um wahres Recht, welches auch die Schwächeren schützt, stritt stets dagegen an und wurde zumindest innerhalb vieler Horden zum besseren Gesetz. Dass es längst darauf ankommt, sich über hordistischen Horizonte hinaus weltbürgerlicher und weltsolidarischer aufzufassen, fand in UNO-Charta hinein und viele Abkommen., aber halt nicht in reaktionäre Schriften und Reden, solange es dafür zahlendes Publikum gibt.

4. August 2016

Pazifismus & Kosmopolitismus

Der Vergleich hinkt nicht nur, sondern ist falsch, denn Goebbels Herrenmenschen- und Ausrottungsideologie war eine gänzlich andere Nummer als der Nationalismus eines John Allen, der uns in nahezu allen Staaten bei Wahlkämpfen begegnet, solange den Dummvölkern gefällt, wenn ihnen geschmeichelt wird und gegen "die anderen" gehetzt. Und was ja auch wirklich kaum jemand kapiert, weil zu selbstverliebt und vor lauter Feindbildern blind >>> Die Menschheit braucht eine Supermacht, die militärisch stärker werden muss als alle rivalisierenden Horden, Staaten und Allianzen zusammen. Nur muss solche Supermacht auch tatsächlich von der gesamten Menschheit legitimiert sein. Also die Vereinten Nationen in reformierter Version - und allen Staaten sämtliches Militär und alle Rüstungsindustrie verboten, so dass sie nur noch politisch und juristisch streiten können - und nicht mehr Krieg Fortsetzung von Politik sein kann. Alles Gerede über Krieg und Frieden ist Geschwätz, solange nicht durchdacht und verstanden ist, dass alle auf Selbstverteidigung basierende Friedenssicherung immer bloß das Wettrüsten forciert und den Stärkeren und Rücksichtsloseren privilegiert.

3. August 2016

Pazifismus

Als seien der untergegangenen Zivilisationen nicht genug.

Wir wollen nichts von UNSERER SCHULD hören?

Naja, ich bin kein Politiker, brauche mich niemandem einzuschleimen, wie es so vielen Leut' gefällt, wenn ihre Politiker gegen andere hetzen und den eigenen Wählern schmeicheln:
- "Eure Sorgen sind meine Sorgen!"
- "WIR sind es doch, die den Krieg nicht wollen!"

Auf allen Seiten das selbe Geseiere.
Und die Kriege gehen weiter.

Ich bin Friedensforscher.
Und untersuche, ob taugt und funktioniert, was unsere und andere Politiker in Sachen Krieg und Frieden treiben.
Und frage jeden, wie es zu rechtfertigen ist, dass sich Horden und Staaten gegeneinander bewaffnen und untersuche, wie es besser wäre.

Hier ein paar Ergebnisse:

SCHULD ist der allseitige Irrglaube an Selbstverteidigung und Notwehrrecht als Selbstjustiz, denn es bleibt Selbstjustiz und "Recht des Stärkeren",
solange kein überparteiliches Gericht entscheidet, was rechtens oder unrechtens war oder ist,
solange keine Streitmacht der Vereinten Nationen rückgängig macht, was unrechtmäßig "gewonnen" wurde.

SCHULD ist die Politik rivalisierender Weltmächte,
die aus "strategischen Interessen" mit ihren Waffenindustrien Bürgerkriegsparteien beliefern anstatt sie mit Streitkräften der Vereinten Nationen sämtlich zu entwaffnen, zu unterwerfen und zu zwingen, sich mit demokratischem und juristischem Streit zu begnügen.
SCHULD ist jeder Einzelne von uns, weil wir nicht im Kugel- und Bombenhagel stehen, sondern genug Frieden, Zeit und Macht dafür haben, die Kriege als Selbstjustiz zu verstehen und darüber nachzudenken, dass der Frieden zwischen den Horden, Staaten und Allianzen nicht anders zu gewährleisten ist als dadurch, dass die Vereinten Nationen einzige politische, juristische und militärische Supermacht sind und alle Staaten ohne Militär.
"Frieden wollen" war nie genug.
Die Idioten, ob Nationalisten oder Patrioten, behalfen sich mit dem Spruch:
"Wer Frieden will, muss zum Kriege rüsten", wie auch jetzt wieder alle Regierungen ihren Völkern propagieren und Pulverfässer stapeln.
SCHULD ist aber auch, wer Pazifismus als etwas propagiert, was sich mit Küssen den Schüssen entgegen stellt, denn wahrer Pazifismus beugt sich den Kriegern nicht, sondern wirft sie nieder mit dem Völkerrecht und mit gerüstetem Gewaltmonopol der Vereinten Nationen.

9. Juni 2016

Unternehmensberatung

Nicht alles gelingt im 1. Anlauf, oft auch nicht im 10.
Nicht immer lohnt Aufwand, aber im Falle von Mischkalkulation verbessert sich die Chancen-Risiko-Relation.
Beratung ist stets ein bisserl wie Orakel von Delphi, sonst kann Guter Rat teuer werden - für den Berater.

8. Juni 2016

Gerüchte

Auch ... verbreitet, wat sie dann als "überall im Netz" auffindbar posaunt. Es gibt halt Leute, die keine Beweise, also keine Wahrheit brauchen, sondern bloß böse Gerüchte. Eigentlich gehören solche Leute vor Gericht. Und auch wirklich geldbestraft, damit sie es lernen, zwischen Meinungsfreiheit und Verleumdung zu unterscheiden.

4. Mai 2016

Hassrechtfertigung ?

Hassrechtfertigung? Ach, diese Facebook-Sprüche, wie sie uns schmeicheln. Auch ich bin empfänglich dafür, aber es sollte schon irgendwie stimmen - und das tut es bei Hassrechtfertigung nie, denn Hass ist eine geistig-moralische Krankheit, die jeden immer mal wieder überkommt und möglichst rasch zu überwinden, weil sie an uns frisst. LG

16. April 2016

"Wir" und Extremismus

"Wir" sollten dagegen sein, die Sünden der eigenen "Wir" mit Verweis auf Sünden anderer "Wir" klein zu reden, denn genau das tun ja christliche Extremisten ebenfalls - und überhaupt jeglicher Subjektivismus redet sich seiner Rücksichtslosigkeiten mit der Beteuerung heraus, es müsse sein, um die Rücksichtslosigkeiten des Feindes zu brechen. Das geschieht oft im gepaarten Bewusstsein von einerseits Demut und andererseits Optimismus hinsichtlich exklusiver Sündenvergebung - trotz ähnelnder Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Du hältst mich für uninformiert? Dann wäre zu prüfen mit Fragen. Es gibt immer viel, viel zu lernen & zu verstehen. Manche tun es über den Tellerrand des eigenen "Wir" hinaus und staunen, wie sehr sich die Anklagen, Ausflüchte und Verheißungen gleichen, so sehr sich jede davon für Besonderes hält. Die Archäologie schaut weit und weiter zurück und tiefer in die Epochen, Die Großen Reiche kommen und gehen. Und die Religionen desgleichen.

"Objektives Mitreden" ist mir übrigens trotzdem nicht möglich, so scheint mir. Und beschaue ich mir das Reden von Propheten, so hatten auch sie ihre Mühen.

LG, Markus Rabanus

30. März 2016

Das Religiöse

Das Religiöse scheiterte mir an den Begründungen und meinen Wünschen zur Ethik. Bspw. mein Misstrauen in Fragen der Demut, sei sie in Gottesfurcht oder wabernd in Liebe. wichtig sie wäre im Miteinander, die Würde des Menschen ist weder aus Gnade noch aus Almosen, sondern aus Gerechtigkeit. Allerdings ist die Gerechtigkeit zu endlich in ihrem Zeitgeist auf den Wegen der Erkenntnis & Vergesslichkeit, so dass es immer wieder der Gnade der Menschen zum Miteinander bedarf. Seit Jahrtausenden glauben sich Religiöse auf Himmelfahrt und oft nicht nur Andersdenkende anderswohin. Spirituell. Wirtschaftend & militärisch. Ob sie im Jenseits ihrer Wünsche dann gewandelt wären, damit Frieden wäre? Warum nicht im Hier. Und sei sie noch so ehrlich gemeint, misstraue ich solcher Demut, Bescheidenheit und unendlichen Gier: "Wollt Ihr das Ewige Leben?"

23. Januar 2016

"Armes Deutschland !!!!!!!!!!" ?

Darf Widerspruch sein? Denn es ist nur wenig wahr von solchen Teilt-Mich-Aufrufen:

1. "Ohne zuerst dem eigenen Volk zu helfen"?

Allein meine Betriebe zahlen sechsstellig in die Sozialversicherungen ein und Steuern, damit Menschen ohne Arbeit und im Alter ein Dach über dem Kopf, Gesundheitsversorgung, Essen haben, auch einen Fernseher, Waschmaschine usw. bezahlt bekommen, wenn ihnen das Geld dafür fehlt. So geben wir in Bund, Ländern, Kommunen und Organisationen weit mehr als 150 Milliarden für Soziales im eigenen Land aus.
Ist das solchen Leuten zu verdanken, die jetzt gegen Hilfen für Flüchtlinge demonstrieren? Demonstrierten sie für den Mindestlohn, gegen die Erhöhung des Rentenalters, für Transparenz von Einnahmen von Parteien, Politikern und Gemeinnützigen Organisationen?
Demonstrieren sie gegen "Steuerparadiese" und gegen "Briefkastenfirmen", in die tatsächlich "Milliarden (!!!)" ins Ausland verschwinden, um sich hier sozialen Pflichten zu entziehen?
Nichts dergleichen, denn ich diskutiere mit vielen & es interessiert sie entweder nicht oder zu wenig.

2. "Wir geben Milliarden (!!!) für andere Länder aus." ?

Stimmt, z.B. für den Afghanistan-Krieg, für Tourismus (ohne mich), aber viel mehr Milliarden kommen aus anderen Ländern herein, weil Deutschland eine starke Exportwirtschaft hat & einen guten Ruf..
Wir alle profitieren davon, wenngleich im unterschiedlichen Maße, worüber zu streiten wäre, aber das ist "kein Thema" in Dresden und anderswo.

3. "Wetten dass 98% von Euch sich nicht trauen, dies zu kopieren ..."

Das ist auch richtig so, denn vor allem sind es keine "99%", die sich überhaupt gegen Armut anderer Menschen engagieren möchten, sondern bloß sich selbst im Kopfe haben. Dann fällt ihnen das "eigene Volk" ein. Das ist der Hordismus des Egoismus. Dann wird geheuchelt, gelogen, dass sich die Balken biegen, aber wenn ich sage: "Schaue her, wie es in Wahrheit ist, dass ich seit 20 Jahren niemandem die Miete erhöhte - und bloß deren Autos größer wurden, während meine kleiner", dann hassen mich einige sogar sehr, denn die Wahrheit ist ihnen ärgerlich, weil sie den Egoismus und dessen Lügen entlarvt.

4. "Armes Deutschland !!!!!!!!!!"

Vieles liegt im Argen, aber "arm" ist unser Deutschland wirklich nicht. Arm dran sind die Menschen, die im Mittelmeer ertrinken, arm sind die Milliarden "!!!!" Menschen "!!!!", die so leben möchten wie wir, aber ihrer Not nicht entkommen können. Und die Lösung wäre tatsächlich nicht, ihnen allen den Weg zu uns zu bahnen, denn das verlagert bloß die Armut, während es darauf ankommen muss, die Armutsursachen anzugehen, z.B. durch Weltsteuern für ein weltweites Sozialsystem, aber auch das fordert nahezu NIEMAND, weil sich keine Partei die eigenen Wähler verschrecken will, DENN alle denken "zunächst" an sich - auch dann, wenn sie stattdessen vom "eigenen Volk" labern.

12. Januar 2016

Zur beklagten "Salonfähigkeit"der Israelkritik 

Dass es zum Antisemitismus gehört. im Gewand anderer Kritik aufzutreten, ist so alt wie der Antisemitismus selbst. Aber es ist Dummschwätz, wenn andere Kritik, so auch die Kritik an Israels Politik zum Synonym für Antisemitismus verballhornt wird. Und geht es nur um "Kritik"? Das wäre lächerlich, denn ohne Rechtsfolgen (politische Konsequenzen) wäre es bloß "Geschmackssache", dass sich Netanjahu gegen jegliche Kritik mit Hinweis auf die Shoa verwahrt und fortgesetzt gegen das Völkerrecht verstößt, indem Besatzungsgebiet annektiert wird. Und dieser als "Siedlungspolitik" verharmloste Landraub lässt sich auch nicht mit dem antiisraelischen Terrorismus rausreden, wie es permanente Propaganda der israelischen Regierung & "Siedler" ist. (Antwort auf einen Vorwärts-Artikel)

18. November 2015

Vom Völkerstreit zum Völkerrechtsstreit

Andre & Maximilian sollten ihre Köpfchen mal einschalten, bevor sie posten, denn ausnahmsweise war Diplomatie nicht thematisiert. @Andre. wenn aus Völkerstreit ein Völkerrechtsstreit wird, wie es die UNO-Charta vorschreibt & der Weltsicherheitsrat umzusetzen verpflichtet ist, dann haben die Streitparteien gewöhnlich keine Waffen dabei, sondern stehen eher den Bewaffneten des Gerichts gegenüber. - Und "Tee" gäbe es dann für einige erst in Gefängnissen. Nun könnte der Einwand lauten, dass sich die Vetomächte gegenseitig blockieren. Okay, das dürfen sie auch, denn das ist Zweck des Vetorechts, allerdings nicht zum Missbrauch, wie es häufig aus Gründen der Rivalität geschieht. Die Vetomächte sind laut UNO-Charta privilegiert (Ständiger Sitz, Einspruchsrechte ggü. Vollversammlung, ...). Aus diesem Privileg erwächst den Vetomächten ausdrücklich die Pflicht zur Überwindung gegenseitiger Rivalitäten, sofern dadurch regelungsbedürftige Konflikte betroffen wären. Das Veto hat in völkerrechtlicher Betrachtung also bloß aufschiebende Funktion zur Findung von Kompromissen. Schon diese Eigentlichkeit des Vetorechts wird von unseren Regierungen wenig bzw. überhaupt nicht kommuniziert - und zwar aus Rücksicht ggü. Verbündeten, die völkerrechtliche Lösungen nicht wünschen, weil sie noch immer zu sehr darauf setzen, mit eigener & militärischer Überlegenheit weiter zu kommen als des die rivalisierenden Vetomächte wünschen. Folglich machen es die Rivalen ebenso & jeder redet sich mit dem Missbrauch der anderen Seite heraus. Nun wäre es an Andre & Maximilian, solch Treiben zumindest zu kritisieren, denn es ist ursächlich dafür, dass viele regionale Konflikte eskalieren, indem sich Elemente von Stellvertreterkriegen hinzu mischen. Im Falle Syriens sollte Kompromissfindung leichterfallen als im Falle des Ukreine-Konflikts. Aber auch in Syrien geht es um Rivalitäten der Vetomächte, wenn bspw. Folge dortigen Bürgerkriegs wäre, dass Moskau an Einfluss in der Region, Militärstützpunkten und Waffenabsatzmarkt an Boden verliert. Nun bin ich kein Freund von "Supermächten", denn solch Status verletzt den Gleichheitsanspruch der Völker, aber es ist alternativlos, ihrem Status Rechnung zu tragen und zwar in der Weise, dass sie nicht zu sehr gegeneinander geraten, also zu Kompromissen gemahnt werden. Geschieht das nicht rechtzeitig (für viele Menschen ohnehin zu spät), so geschieht es ohnehin dann, wenn die angeblich "unversöhnlichen" Weltrivalen ihre regionalen Stellvertreter-Rivalen so groß gezüchtet haben, dass diese ihnen selbst zu einer tatsächlich ernsten Gefahr werden. Die Geschichte hat dafür unzählige Beispiele. Man muss sie nur kennen & aus ihr logische Schlüsse zu ziehen üben. Also, nun meckert mal nicht weiter an meinem Eingangsposting herum.

27. Oktober 2015

Wissenschaft

Das ist lieb, @Anette.
Wissenschaft unter Laien ist heißes Pflaster, Wissenschaft unter Profis nicht minder, allerdings qualifizierter. Darum ist es gut, wenn ich vorher ein bisschen schaue, ob und was die Wissenschaft zu meinen einstweiligen Überlegungen sagt, denn in Stein gemeißelt scheinen meist mehr Fragen als Antworten.

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Vermutung oder Erfahrung ? 


Stimmt, es gibt alles, aber nicht alle sind Generalisten.
So gibt es Pflanzen, die sich mit Giften gegen Fressfeinde wehren. Und es gibt Vögel, Echsen, Raupen, die mit solch Giften umgehen können, sei es durch Ausscheiden.
Es lassen sich labortechnisch die Inhaltsstofffe von Pflanzen bestimmen, schon schwieriger ihre Wechselwirkungen, noch komplexer werden, wenn wir die Futterer bei dUnd vor allem gibt es viele Gerüchte.

Deshalb ist es gut, dass wir hier einander kennen und eigene Erfahrungen streng von Vermutungen unterscheiden, bspw.: "Ich gebe seit Jahren meinen Piepern Früchte von ... & die Pieper erfreuen sich bester Gesundheit."

26. Oktober 2015

Nelson Mandela

Und wir hätten so viel leichter als Nelson Mandela es hatte, wenigstens ein bisschen Nelson Mandela zu sein.

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Nelson Mandela war glücklicherweise nicht einfach nur "Kämpfer", denn davon toben ja genug eifrige Leut' in der Welt, sondern ein Geisteskämpfer gegen den Kampf Mensch gegen Mensch.


10. September 2015

Hoffnung

Das mit der Hoffnung ist eines meiner Lieblingsthemen :-) , aber deshalb muss ich immer etwas aufpassen, dass es sich nicht verirrt, wie es passieren kann, wenn andere Aspekte zu sehr verdrängt werden, bspw. die Dankbarkeit oder den heutigen Tag, der sich mal besser, mal schlechter nutzen lässt, weshalb es nicht allein darauf ankommen kann, ob es am 26.3.4024 ...

9. September 2015

Die Natur

Die Natur. So viel wichtiger als vieles, was uns wichtig ist, Mauern baut oder niederbombt- und so schön ist die Natur, aber auch so gemein wie der Mensch sein kann, dass mir vollends schleierhaft ist, wie sie von Religiösen einerseits schöpfungsbeschönigt und andererseits misshandelt wird, als sei sie unserer Existenz nicht Grundlage & Rahmen, sondern wir der Rahmen von allem.
Naja, ich drifte ab.

Wissenschaft und Gewissenhaft

Wissenschaft kostet Geld, wenn sie nicht hungern soll. Wissenschaft braucht Unabhängigkeit, wenn sie nicht missbraucht werden will. Aber ...