26. März 2017

Gesunder Menschenverstand

Häme gegen den gesunden Menschenverstand?

Ja, dafür gibt es oft Veranlassung, denn für nichts Gewähr, wie es vielerorts Jahrtausende brauchte, bevor der Mensch kapierte, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt.

Aber Häme, wenn Menschen über Dinge mitreden, von denen sie wenig verstehen?
Als seien Politiker und Manager die gesunden "Experten für alles"? Weshalb sie zwischen Aufgaben switchen, für die sie sich nie qualifizierten?

Nein, lasst den Menschen das Vertrauen in den gesunden Menschenverstand im eigenen Kopf,
- zumal meist viel bescheidener als diejenigen, von denen sie vertreten sind,
- denn Menschen ohne Selbstvertrauen taugen für Diktatoren, nicht zu Demokraten,
wenngleich Dämlichkeit zu den Konstanten aller Mutanten gehört im allgegenwärtigen Opportunismus, nicht das tun, was längst bewusst ist, zu tun sei.

Den gesunden Menschenverstand billige ich jedem zu, wenn nicht widerlegt, aber Verstand ist eben oft anderes als Vernunft.

22. März 2017

Weltunion und Weltrepubilk

Den Unterschied, den es zwischen Föderaler Weltunion und Föderaler Weltrepublik gilt es auszuarbeiten, um etwaige Schrittreihenfolge bestimmen zu können.

Atomwaffenverbot und Mitarbeit

Schade, unsere Bürgermeister sind noch nicht so weit. 
Gleichwohl ist die Absage zu verschmerzen, denn die anstehende Erarbeitung eines Verbotsabkommens wäre "automatisch ein Stück weltrepublikanisch", weil ein Verbot eben nur per übergeordneter UNO-Kontrolle verifiziert und dauerhaft gewährleistet werden kann. 

Dass wegen des bleibenden Atomwaffenwissens ein Verbot "kein Garant für den Weltfrieden" wäre, stimmt zwar, 
denn niemand könnte bspw. die USA, Russland, China, Indien usw. daran hindern, weiterhin oder wieder atomar zu rüsten, 
aber ohne wenigstens ausgearbeiteten Vorschlag, wie solches Verbot und seine Verifizierung auszusehen habe, stünden wir allemal schlechter da. 
Dass sich aus dem Wissen und bspw. zivilen Atomabfällen Terroristisches machen lässt, stellt Terrorrisiken dar und unabhängig davon, ob wir eine Weltrepublik haben, eben auch jetzt schon, aber per "Schmutziger Bombe" weniger den Weltfrieden gefährdend als die regionale Sicherheit.
Für gefährlicher halte ich neben dem andauernden Risiko eines "versehentlichen Atomkrieges", dass die "Schwachstelle Mensch" mehr und mehr kybernetisch ersetzt wird, was sich gegen Hackerangriffe schwer oder gar nicht absichern lässt.
Auch das macht die Atomwaffenabschaffung dringlichert, mindestens jedoch die weiträumige Trennung von Trägermitteln und Atomsprengköpfen, wobei letztere zumindest auch in ihren kritischen Komponenten zerlegt werden müssten. 
Überdies klare und weltweite Regelungen, 
a) wie mit Vertragsbrechern weltstrafrechtlich umzugehen ist, 
b) auf welche Weise Whistleblower weltweit vor Strafe geschützt und belohnt werden, wenn sie tatsächlich Rechtsbrüche melden. 
All das hat sogleich weltrepublikanische Dimension. 
Schieben wir Weltrepublikanisches jedoch zu sehr in den Vordergrund, erhöhen wir möglicherweise sogar genau die Hürden, die durch solch Abkommen allemal flacher würden.

Es gibt so irre viel, was einfallen könnte, wenn man nur wollte. Also halten wir Augen, Ohren und Verstand dafür offen, was da erarbeitet wird. Und wir sollten es intensiv begleiten - auch in Richtung Öffentlichkeit. Denn unsere Medien werden nur wenig, wenig Zutun bieten, allenfalls mit Programmplätzen für Ohnehin-Interessierte.

LG

Mensch-zu-Mensch

Zumal wir nach gegenwärtigem Stand von Forschung und Wissenschaft zumindest entfernt alle miteinander verwandt sind, ob es nun jedem oder mir gefällt oder nicht.
Drum sagt "der Türke in mir", wie auch der Kurde, Bayer, Jude, Hindu und Russe in mir: Schlimm genug, dass sich die Horde in Horden teilte, wenn daraus so viel Schlimmes folgte. Genug ist genug.
Nun ändert das! Und organisiert es in jedem Land und unserer Welt entlang der Gemeinsamkeiten, nicht mehr entlang des Verrats am vermeintlich anderen Menschen. 

Mit weltbürgerlichen Mensch-zu-Mensch-Grüßen,
i.S.v. Friedensforschung.de

Kuba-Krise war schlimmer, denn Kontrollverlust

In anderen KubaKrise-Dokus zum Zwischenfall mit dem sowj. U-Boot wurde Kommandant durch untere Ränge gezwungen, seinen Befehl zum Atomwaffeneinsatz zurückzunehmen. So oder so, beide Versionen zeigen, dass Kennedy und Chruschtschow die Kontrolle über die Geschehnisse verloren hatten - und die Menschheit einfach nur Glück. Der Zwischenfall wurde m.W. erst nach Zusammenbruch der Sowjetunion bekannt. Ob es in heutigen Schulbüchern Erwähnung findet? Denn der Unterschied ist riesig, ob Politik dicht an den Abgrund manövriert oder dort eben doch schon die Kontrolle verliert und auf Glück angewiesen ist. Und mein Vermuten: Es ist heute nicht anders. Oder auf welche Weise wäre technisch gewährleistet, dass U-Boote mit Atomwaffen für die Abschreckungsdoktrin vom "Zweitschlag" taugen, wenn jeglicher Funkverkehr nach dem "Erstschlag" ausfällt? Dann haben solche U-Boote den Code dabei. Und jede U-Bootbesatzung die Fähigkeit zum Startschuss in den Overkill.

Zu Alains "Territoriumsverteidigung"

Und wäre diesem Alain sein Geburtsland so unwirtlich wie Nigeria vielen Flüchtlingen, so würde er auf die andere "anthropologische Konstante" switchen, wonach "neuer Lebensraum erobert" werden müsse, "zwecks Selbsterhalt".  Tja, auch solche Strolche sind halt Opportunisten, wie es das Leben überhaupt ist, nur leider lässt sich auf solche Weise keine erquickliche Zukunft schaffen, sondern bloß fortsetzen, was sich in der Menschheitsgeschichte eigentlich längst zu oft in Ruinen verwandelte. Das "Recht des Stärkeren" ist tatsächlich uralt, aber der Kampf um wahres Recht, welches auch die Schwächeren schützt, stritt stets dagegen an und wurde zumindest innerhalb vieler Horden zum besseren Gesetz. Dass es längst darauf ankommt, sich über hordistischen Horizonte hinaus weltbürgerlicher und weltsolidarischer aufzufassen, fand in UNO-Charta hinein und viele Abkommen., aber halt nicht in reaktionäre Schriften und Reden, solange es dafür zahlendes Publikum gibt.

15. März 2017

"Selbsthass der Deutschen" gibt es nicht

Hmm, ein langer Text mit vielen Thesen. @Thomas, wer "Selbsthass der Deutschen" für stimmig hält und selbst Deutscher ist, auf den würde es zutreffen, sich als Deutschen zu hassen. Wäre das bei dir der Fall? Es gibt nahezu alles, aber nicht alles lässt sich verallgemeinern. So verbindet sich mir mit der Shoa Mitleid, Schmerz, Trauer und Zorn, aber das ist mir gänzlich anderes als Selbsthass, auch wenn es sich manch anderem vermischen mag, was dann wirklich "ungesund" wäre. Das schiene mir doch eher extreme Minderheit, für die zwar eventuell eine 180-Grad-Wende wünschenswert wäre, worunter viele dann jedoch wahrscheinlich anderes verstehen als angedacht oder aber nicht wünschen, so dass der Therapieansatz wenig Erfolg haben kann - und ohnehin jedem Nichthassendem eine zu vermeidende Zumutung wäre. Oder dürfte es für unproblematisch gehalten werden, Nichthassenden Hass zu unterstellen? Was sich heute "Identitäre Bewegung" nennt und häufig genug kaum den eigenen Papa kennt, geschweige denn Untaten oder Wohltaten vom Opa, definiert sich hordistisch, obgleich der Hordismus (insbesondere Antisemitismus) für volle Viehwaggons nach Auschwitz sorgte, die leer zurück kamen. Die "Identitäre Bewegung" eifert gegen Multikultur, während mir Monokultur mehr Kummer bereitet, denn mein Selbstverständnis kommt mit Deutsch-Sein nicht aus, auch nicht mit Europäer usw., sobald es sich "apart" macht gegen andere, ohne die ich nicht wäre oder nicht so, wie ich bin. Und die Menschheit bekommt ihre Probleme vermutlich ebenfalls eher gemeinsam hin als gegeneinander. Identität ist zuvörderst daraus, womit ich mich identifiziere, wenngleich sicherlich immer auch etwas daraus, als was ich identifiziert werde. In beiderlei Perspektive stellt sich das Problem gleichermaßen, Vernünftiges daraus zu machen - möglichst egal, was sich wer aus Abstammungen macht.

Wissenschaft und Gewissenhaft

Wissenschaft kostet Geld, wenn sie nicht hungern soll. Wissenschaft braucht Unabhängigkeit, wenn sie nicht missbraucht werden will. Aber ...